Der Ev. Kirchenchor pflegt die geistliche und weltliche Chorliteratur, aber auch die Gemeinschaft miteinander ist sehr wichtig. Unter der Leitung von Chorleiter Helmut Haub tritt der Chor bei den großen Festen des Kirchenjahres, aber auch zwischendurch immer wieder auf.

Kirchenchor OGBV

Am 22. Januar 2017 feierte unser Kirchenchor sein 110- jähriges Bestehen. 

Gelegenheit um sich ein paar spannende Fakten in Erinnerung zu rufen:

Gründer: Pfarrer Otto Schulte und Herr Wilhelm Schättler 22. Januar 1907

Dirigenten: 4 Dirigenten in 110 Jahren

  • Wilhelm Schättler 1907 -1910
  • Heinrich Blaß 1910-1912 und 1945-1974
  • Friedrich Römer 1912-1941
  • Helmut Haub seit 1974

 

Kirchenchor1924

Aus der Chronik:

  • Es war der erste Chor, in dem Frauen mitsingen durften
  • Erstes Konzert 1907 mit Harmonie und Germania: Eintritt 0,10 Mark - 563 Besucher
  • Geldbußen gingen an den Kirchenchor
  • 10. Oktober 1909 10:05Uhr Die Gottesdienstbesucher verlassen fluchtartig das Kirchengebäude, um das Luftschiff „Parsefal“ zu bestaunen, das zweimal den Kirchturm umkreiste. Bürgermeister Johannes von Leun ließ dazu die Glocken läuten. Der Pfarrer bezeichnete dieses Vorgehen als schwere Sünde.Kirchenchor Ausschnitt
  • 1915 gingen 28 Carepakete an die Soldaten im Feld mit 13 Pfund Cervelatwurst und 27 Flaschen Rum und 100 Mark Spende an das rote Kreuz. Die Arbeit des Chores ruhte bis 1918
  • 1919 gab es 93 Sängerinnen und Sänger
  • Gesamteinnahmen 1923: 18 Billionen Mark
  • Konzert Honorar von Fr. Dr. Müller-Bangert: 50 Eier im Wert von 22650,00 Mark
  •  „Riwwelkuchewettstreit“- das Dekanatschortreffen. Gäste wurden auf Familien verteilt um dort Kaffee zu trinken. Die Gastgeber überboten sich mit guten Riwwelkuchen.
  • 3. Reich: 30-er Jahre: Kirchengesangverein wird zum Kirchenchor, der damit offiziell Mitglied im Landesverband ev. Chöre ist. Von dort erhält der Kirchenchor auch eine „Stagma- Genehmigung“ der Fachschaft D IV in der Reichsmusikkammer, die bei jeder Tätigkeit mitgeführt werden muss.
  • Pfingsten 1939- Chor stellt seine Tätigkeit bis Kriegsende ein.
  • Der Bürgermeister hatte zuvor dem Chor das Übungslokal entzogen
    Daraufhin: 6.8.1939: Familienausflug nach Kassel-Wilhelmshöhe. Anschließender Kassenstand: 1,21 Mark
  • Neubeginn: Erster Auftritt: Ewigkeitssonntag 1945 auf dem Friedhof
  • 1953: Chor gerät bei einer Leiterwagenfahrt zum Dekanatsfest in Grüningen in ein schweres Unwetter.
  • 1959: 50 Jahre Dirigententätigkeit Blaß und Gemeinschaftsübertragung der Blaß’schen Chorgemeinschaft durch den Hessischen Rundfunk.
  • Mai 1994: Erster Besuch des Orthodoxen Kirchenchors von St. Nikolai aus Brest in Weißrußland. „Als Freunde kamen wir“ haben sie bis zum zweiten Besuch eingeübt.
  • Fastnachtsfeiern, Büttenreden, auch als Schlümpfe verkleidet, gehörten in den 70-er Jahren dazu.
  • Erhalt der Zelterplakete
  • Reisen: An den Gardasee und nach Berlin in die Gedächtniskirche, verbunden mit Auftritten
  • 2- jährige Adventskonzerte mit Germania und Harmonie im Wechsel
  • Oktober 1954: Glockenweihe der römisch-katholischen Kirche. Der Ev. Kirchenchor singt zur Einweihung. Anschließend gründet sich der kath. Kirchenchor.